Der JFG Kreis Würzburg Südwest gelingt der große Coup

Der JFG Kreis Würzburg Südwest gelingt der große Coup

JFG Kreis Würzburg Süd-West – SpVgg Hösbach-Bahnhof 2:2 (0:0)

Die U-19-Junioren der JFG Kreis Würzburg Süd-West haben am Wochenende Historisches geschafft. Sie holten mit einem späten 2:2 (0:0)-Unentschieden gegen den direkten Titelkonkurrenten SpVgg Hösbach-Bahnhof einen Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft. Damit ist erstmals in der Geschichte der 2004 gegründeten Jugendfördergemeinschaft aus dem westlichen Landkreis Würzburg eine Mannschaft in die Landesliga vorgestoßen. Man könnte auch meinen: Es wurde Zeit. Immerhin steht hinter dieser JFG die Nachwuchsarbeit von mittlerweile sechs Fußballvereinen, darunter die des ambitionierten Landesligisten TG Höchberg.

Die Aussicht auf diesen historischen Erfolg und die große Kulisse hatte die Hausherren in Kist lange gelähmt. Zu Beginn wartete man zwar mit zwei guten Strafraumszenen auf. Dann aber übernahmen zunehmend die spielstarken Hösbacher die Kontrolle. „Solange wir noch eine theoretische Chance auf den Titelgewinn hatten, haben wir auch daran geglaubt“, meinte SpVgg-Trainer Michael Löffler. Um das Rennen offen zu halten, wäre für die Bahnhöfer ein Sieg nötig gewesen.

Und in der 53. Minute gingen die Gäste tatsächlich mit einem platzierten Kopfball in Führung. Als der Tabellenzweite Mitte der zweiten Hälfte den zweiten Treffer nachlegte und auch in der Folge kaum vom Ball zu trennen war, sprach fast nichts mehr für den Spitzenreiter. Doch es kam anders. „Meine Spieler haben zum wiederholten Male einen großen Charakter gezeigt. Das war nicht das erste Spiel, das wir am Ende noch drehen konnten“, sagte JFG-Trainer Steffen Roos nicht ohne Stolz.

Mit einem Doppelpack binnen zwei Minuten hatte sein Team in der Schlussphase noch das scheinbar Unmögliche geschafft. Zunächst gelang dem eingewechselten Nico Röding mit einem echten „Pfund“ der 1:2-Anschlusstreffer (85.). Dann drückte Christoph Luszczyk den Ball nach einer Ecke von Lukas Götz zum 2:2 in die Maschen (87.). Nun fiel die komplette Anspannung von den Gastgebern ab. Der Torschütze riss sich das Trikot vom Leib und sprintete begleitet von seinen Teamkollegen über den halben Platz.

„Wer in der Rückrunde kein Spiel mehr abgibt, der ist verdient Meister. Die JFG steht hinten wie eine Wand“, zeigte sich SpVgg-Coach Löffler als fairer Verlierer. Seine Elf hatte in den letzten Wochen überraschend Federn gelassen. Auch Roos führte den Titelgewinn vor allem auf die kompakte Defensive zurück: „Und vorne waren wir fast immer für einen Standardtreffer gut.“ Besonders seinen Torwart Tizian Köth hob der JFG-Trainer hervor. Er habe eine überragende Saison gespielt – und kürzlich in Heidingsfeld einen ganz wichtigen Elfmeter gehalten. In den 19 Partien – eine steht noch aus – hat der Meister nur 16 Gegentreffer kassiert – davon sechs in den Duellen mit Hösbach.

So blieb als einziger Wermutstropfen, dass die JFG-ler am Samstag ihr wahres Leistungsvermögen nicht abrufen konnten. „Das tut mir ein wenig leid für die Jungs, dass sie den vielen Zuschauern größtenteils nicht gezeigt haben, wie gut sie wirklich sind“, befand Roos. Am Ende war das allen Beteiligten freilich egal gewesen. Nach dem Abpfiff formierten sie sich für die Aufstiegsfeierlichkeiten, die sich bis weit in den Sonntag hinein erstreckten. Nun folgt noch die Kür im letzten Spiel am Samstag beim TSV Aubstadt.

JFG KW SW: Köth – Ljajic (72. Rokoschweski), Pascal Roos (72. Maier), Schubert, Luszczyk, Preissendörfer, Götz, Horn, Sebastian Roos, Volmer (57. Röding), Volderauer. Schiedsrichter: Rehm (TSV Grombühl). Zuschauer: 180 (in Kist). Tore: 0:1 Manta (53.), 0:2 Staab (65.), 1:2 Röding (85.), 2:2 Luszczyk (87.).

Quelle: mainpost.de

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